Living Cases 2014

Auch wenn die meisten Kritiken nachts entstehen, so wird man doch nicht über Nacht zum Kritiker. Das Schreiben von Rezensionen will gelernt sein. Kulturkritik hat deshalb im vergangen Jahr zusammen mit der Plattform Kulturpublizistik der ZHdK das Format eines «Living Cases» entwickelt und erprobt. In einem möglichst «echten», gleichzeitig aber durch Coaching und Teamlearning unterstützten kulturpublizistischen «Ernstfall» kann das kulturjournalistische Handwerk besonders effektiv verfeinert und damit der Bleistift des Kritikers in einem geeigneten Rahmen gespitzt werden. Im Jahr 2014 bieten wir zwei Living Cases, am Zürcher Theater Spektakel und am Festival Zürich liest.

Die Living-Cases sind eine Kooperation zwischen kulturkritik.ch, NZZ am Sonntag und der Vertiefung publizieren & vermitteln des Master Art Education der Zürcher Hochschule der Künste. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Anmeldefenster ist bis Ende Juli geöffnet.

 
 

Living Case Zürcher Theater Spektakel Zürcher Theater Spektakel

14.8.-30.8.2014
Leitung Living Case: Christian Felix
Max. Anzahl TeilnehmerInnen: 4


Inhalt und Aufbau: Am Zürcher Theater Spektakel zeigen jährlich rund 30 bis 35 Gruppen oder Einzelkünstler aus der ganzen Welt ihre Arbeiten. Es ist eines der wichtigsten europäischen Festivals für zeitgenössische Bühnenkunst. Dieses Jahr werden auf der Landi-Wiese am See neben Konzerten, Tanzauftritten, Performances 14 Theaterstücke aufgeführt. Als Schwerpunkte kommen Arbeiten einerseits aus Südamerika und andererseits aus dem Nahen Osten auf die Bühne. Es sind Werke aus so konfliktreichen Staaten wie Iran, Syrien und Irak zu sehen. Damit erscheint das Programm 2014 spannend, aber auch anspruchsvoll.

Die Vielfalt des Theater Spektakels in Form und Inhalt bietet ein ausgezeichnetes Übungsfeld für theaterinteressierte Nachwuchs-Kulturjournalistinnen und -journalisten. Am Living Case schreiben die Teilnehmenden je 3 Kritiken zu verschiedenen Veranstaltungen unter realen kulturjournalistischen Bedingungen. Zwei der Veranstaltungen sind selbst gewählt, eine ist vorgegeben und wird von allem Teilnehmenden gemeinsam besucht (voraussichtlich «Cineastas»). Regelmässige Blattkritiken und gegenseitiges Lektorieren ermöglichen einen direkten Austausch unter Kolleginnen und Kollegen.

Anforderung: Während des Theater Spektakels sind die Teilnehmenden voll im Einsatz. Sie besuchen Theaterauftritte, schreiben Kritiken und wirken an den Blattkritiken mit. Interesse an Theater und der Textsorte der Rezension sind selbstverständlich. Dazu kommt die Bereitschaft, am eigenen Text intensiv zu arbeiten. Nicht vorausgesetzt aber von Vorteil sind Sprachkenntnisse (Englisch, Spanisch, Arabisch…).

Living Case Zürich liest Zürich liest

23.10.-26.10.2014
Leitung Living Case: Stefan Schöbi
Max. Anzahl TeilnehmerInnen: 4


Inhalt und Aufbau: Zürich liest versammelt an vier Tagen unzählige literarische Veranstaltungen mit unbekannten und bekannten Autoren. Dadurch bietet sich die Gelegenheit, eine spezielle Form der Literaturkritik zu üben, die normalerweise auf Bücher fixiert ist, hier aber auf die Veranstaltungen fokussiert. Nichtsdestotrotz bildet eine klassische Buchbesprechung die Grundlage und den Einstieg in den Living Case. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer lesen deshalb im September dieselbe Neuerscheinung (die noch bekannt gegeben wird) und verfassen eine Rezension. Am Festival selbst besuchen sie ausgewählte Veranstaltungen und schreiben 1-2 kurze Kritiken und 1 ausführliche Kritik (bei der wiederum die Lektüre von Texten und Textausschnitten vorausgesetzt wird).

Anforderung: Lektüre und Rezension sowie Blattkritik zu diesen Rezensionen im Vorfeld des Festivals, die gleichzeitig der Vorbesprechung des Festivals dient. Intensive Arbeit am Wochenende des Festivals selbst mit min. einer Blattkritik per Samstagabend. Eine ausführliche Nachbesprechung mit Vergleich der gemeinsam besuchten Veranstaltungenim Nachgang. Erste Erfahrungen mit Literaturkritik von Vorteil, vertiefte Kenntnisse von (zeitgenössischer) Literatur ebenso.

Living Case Zürich liest Living Case Internationale Kurzfilmtage Winterthur

4.-9.11.2014
Leitung Living Case: Sarah Bleuler
Max. Anzahl TeilnehmerInnen: 6


Inhalt und Aufbau: Die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur sind das bedeutendste Kurzfilmfestival der Schweiz. Das Festival ist beliebt beim Publikum und ein wichtiger Branchentreffpunkt. Herzstück der Kurzfilmtage sind der Internationale Wettbewerb und der Schweizer Wettbewerb, welche die Besucher an den Puls des aktuellen, weltweiten Filmschaffens bringen. Neben den Wettbewerben setzen die Kurzfilmtage alljährlich einen Grossen Fokus (2014: «Framing Europe – Die europäische Idee»), einen Kleinen Fokus (2014: «Indigenes Kino – Through Our Own Lenses») und zeigen verschiedene, kuratierte Einzelprogramme. Dabei steht die Kontextualisierung von Themen in einen grösseren kulturellen Zusammenhang im Vordergrund.

Während dem Living Case schreiben die Teilnehmenden über einzelne Kurzfilme, über ganze Programme und/oder setzen sich selber einen konkreten Fokus. Es besteht die Möglichkeit mit anwesenden Filmemachern, Jury-Mitgliedern, Programm-Verantwortlichen das Gespräch zu suchen. Der Living Case geht von der klassischen Kritik aus, öffnet sich aber für weitere journalistische Darstellungsformen (z.B. Interview, Reportage, Portrait…). Das Programm der Kurzfilmtage wird Mitte Oktober kommuniziert, die Teilnahme an der Pressekonferenz am 14. Oktober 2014 ist erwünscht (aber nicht zwingend). Die Teilnehmenden setzen sich im Anschluss an die Veröffentlichung des Programms mit dessen Inhalten auseinander. In einem ersten Treffen in der KW 43 (20.10. – 24.10.) werden individuelle Themen besprochen und Schwerpunkte gesetzt. Die erste Kurzkritik wird kurz vor dem Festival verfasst und besprochen.

Anforderung:

  • Die Teilnahme an der Vorbesprechung in KW 43 ist unabdingbar.
  • Während den Kurzfilmtagen vom 4.–9. November sind die Teilnehmenden mit dem Besuchen von Kurzfilmprogrammen, der Auseinandersetzung mit Themen rund um den Kurzfilm und die Kurzfilmtage, dem Schreiben von Kritiken und der Teilnahme an den Blattkritiken engagiert. Interesse am Kurzfilm und Bereitschaft zur Arbeit am Text werden vorausgesetzt.
  • Die Teilnehmenden schreiben zwei Kurzkritiken (z.B. über einzelne Kurzfilme), eine ausführliche Kritik (z.B. über einen Wettbewerbsblock, einen Fokus, ein Einzelprogramm) und verfassen einen weiteren Beitrag in einer frei wählbaren journalistischen Textsorte, dessen Inhalt mit einer der vorhergegangenen Kritiken kombiniert werden darf.

Anmeldung

Anmeldebedingungen: Die Anmeldungen werden vom Team der Living Cases geprüft. Die Plätze sind für Mitglieder der Kulturkritik-Redaktion ab Stufe «kritische Stimme» sowie für Studierende des Master Art Education der Zürcher Hochschule der Künste reserviert. Falls verfügbar werden weitere Plätze an InteressentInnen vergeben, welche an einer Mitarbeit bei kulturkritik.ch interessiert, aber noch nicht Mitglieder der Redaktion sind. Die Living-Cases werden durchgeführt, wenn die minimale Teilnehmerzahl erreicht wird und eine Kooperation mit dem Veranstalter vereinbart werden kann. Die Anmeldung ist verbindlich.

Anrede  
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Motivation und Ziel Bitte geben Sie an, warum Sie am Living-Case teilnehmen möchten und was Sie sich von der Teilnahme versprechen:
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